

Seit knapp 4 Jahren macht der britische Street-Artist Banksy Schlagzeilen, in dem er politisch orientierte Graffitis (konkret: Stencils) sprüht und dann so ganz nebenbei, fast unbemerkt, seine Werke in Museen wie dem Tate Modern, dem New Yorker Museum of Modern Art, dem Metropolitan Museum of Art, dem American Museum of Natural History, oder dem Louvre aufhängt - ohne Erlaubnis natürlich.
Plötzlich hatten die Medien einen neuen Hype und man mochte fast glauben, das sich da abseits des Mainstreams eine neue Kunstrichtung, die Kunst von der Straße entwickelt hatte.

Es dauerte nicht lange, und dieser Hype wirkte sich auch auf den klassischen Kunstmarkt aus. Kaum 2 Jahre nach Banksys Aktionen interessierten sich plötzlich auch Käufer für seine Arbeiten und als dann auch noch Brad Pitt und Angelina Jolie bei einer Auktion von Sothebys, mehr als 150.000 Euro für einen originalen "Banksy" ausgaben, explodierten fast über Nacht die Preise für "Streetart - Made in England".
Doch ist das Ganze wirklich ein so neuer Trend? Viele werden es kaum glauben, aber die Wurzeln der sogenannten "Urban Art" reichen schon weit über dreißig Jahre zurück.
"Urban Art" ist ein Begriff, der in einer engen Beziehung mit Entwicklungen wie "Street Art", "Low-Brow", "Graffiti" oder der „Skateboard Kultur“ steht. Nach Jahrzehnten im Untergrund hat diese Kunstbewegung nun ihren Weg in die Galerieszene gefunden. Die Verschmelzung mit kommerzielleren Elementen wie "Illustration", "Comics" oder "Grafikdesign" hat ihren Teil dazu beigetragen, gerade die jüngeren Generationen für diese Entwicklung zu begeistern. Viele repräsentative Künstler sind bereits weltbekannt: Shepard Fairey, Barry McGee, Os Gemeos, Gary Baseman, Ron English, Banksy und viele andere.
München - als wichtigster Kunststandort im Süden Deutschlands bildet den Auftakt für eine Reihe von Ausstellungen, welche die INTOXICATED DEMONS GALLERY und Ihre Künstler in den unterschiedlichsten deutschen Metropolen repräsentieren soll. "Kunst im Tresor" bringt mehr als 60 Werke junger deutscher und internationaler Künstler in einer Sammelausstellung zur Position und reflektiert damit die enorme Bandbreite dieser noch jungen Entwicklung.
